15 Jahre Werkstoffzentrum Rheinbach GmbH


15 Jahre Werkstoffzentrum Rheinbach GmbH

Zeit ist relativ. Diese Erkenntnis wird uns immer bewusst, wenn man Zeitabschnitte betrachtet. 15 Jahre Werkstoffzentrum lassen sich auf 15 Jahresabschlüsse reduzieren, aber auch auf eine sehr große Anzahl von Menschen ausdehnen, die als Mitarbeiter, Kunde, Lieferant und Kooperationspartner das Wesentliche dieser Zeit ausmachen. Sehr viele Menschen haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass unser Unternehmen sich so entwickeln konnte, wie es sich heute präsentiert. Die Mitarbeiter durch ihr Engagement, ihren Fleiß und ihre Kreativität. Die Kunden durch ihr Vertrauen und ihre gute Zusammenarbeit. Die Lieferanten durch ihre Zuverlässigkeit und Kooperation und viele Partner in Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzwesen, Politik und Medien durch Offenheit, Diskussionsfreude und Unterstützung.

Der Start des Werkstoffzentrums erfolgte 1996 in Rheinbach, im neu erbauten Gründer- und Technologiezentrum. Dort wurden uns Räumlichkeiten geboten, die es ermöglichten Schritt für Schritt zu wachsen. Zunächst galt es, ein umfassendes Labor zur Prüfung und Charakterisierung keramischer Werkstoffe aufzubauen. Mit der Zahl der Geräte wuchs auch die Zahl der Mitarbeiter. Unsere wichtigste Steuergröße war stets der Markt. Die Kunden bestimmten sehr stark die Ausrichtung des Labors. Im Laufe der Zusammenarbeit wurden neben Prüfaufgaben auch zunehmend Entwicklungs- und Beratungsaufträge an uns herangetragen.

Die erste Entwicklungsphase des Unternehmens wurde mit dem Einzug in das eigene Gebäude im Jahre 2003 abgeschlossen. Hier konnten die Abläufe optimiert und insbesondere für Entwicklungsarbeiten die notwendigen Räumlichkeiten geschaffen werden. Diese haben in den letzten Jahren in einem immer größeren Umfang zugenommen. Dabei hat sich der Kreis der Kunden, bezogen auf die Anwendungsgebiete, deutlich erweitert. Der Bogen spannt sich heute von feuerfesten Werkstoffen in Müllverbrennungsanlangen, über keramische Komponenten in stationären Gasturbinen, Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau, bis hin zur Dentalkeramik und Medizintechnik.

Nachdem die Orientierung des Unternehmens zunächst an Prüfaufgaben erfolgte und später zunehmend auf die Werkstoffentwicklung ausgerichtet wurde, positioniert sich das Werkstoffzentrum heute als Partner der Produktentwickler. Hier begleitet es entlang der Prozesskette von der Idee bis zum keramischen Serienbauteil. Als neuer und wichtiger Bestandteil dieser Ausrichtung erfolgte die Entwicklung von Verfahren zur Herstellung von Prototypen, etwa mittels des 3D-Druckens. Mit der raschen Bereitstellung von Bauteilen während der Produktentwicklung ist es möglich, keramische Werkstoffe weiteren Anwendungen zuzuführen und die Akzeptanz bei Ingenieuren und Konstrukteuren zu verbessern. Bereits frühzeitig hat die Aus- und Weiterbildung eine wichtige Rolle im Werkstoffzentrum gespielt. Im Laufe der Jahre wurden acht Stoffprüfer im Labor und zwei Bürokaufleute ausgebildet.

In einem breiten Spektrum wurden Seminare in Rheinbach, aber auch beim Kunden vor Ort, auf dessen ganz spezielle Bedürfnisse zugeschnitten, durchgeführt.

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachhochschulen, insbesondere den Fachhochschulen Höhr-Grenzhausen und Bonn-Rhein-Sieg, konnten zahlreiche Diplom- und Bachelorarbeiten fertig gestellt werden. Die Zusammenarbeit mit der in direkter Nachbarschaft gelegenen Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, hat sich im Laufe der vergangenen Jahre in Lehre und Forschung stetig intensiviert.

Bei der Betrachtung der Unternehmensentwicklung in den zurückliegenden Jahren, wächst die Neugier auf das, was uns die Zukunft bringen wird. Mit Kreativität und Flexibilität werden wir alles daran setzen, für unsere Kunden immer ein zuverlässiger Partner zu sein.

Rheinbach, im Juni 2011

Prof. Dr. Wolfgang Kollenberg