Bei diesem Prozess wird ein keramischer Feedstock (Granulat) in einem Extruder aufgeschmolzen und dann selektiv auf eine Bauplattform aufgetragen. Es ähnelt stark dem FDM-Verfahren, der Hauptunterschied liegt in der Form des Ausgangsrohstoffes. Es lässt sich eine Vielzahl an kommerziell erhältlichen Spritzguss-Feedstocks verarbeiten.

WZR nutzt dafür das Gerät „FFD 150H“der Firma 3d-figo. Die maximale Bauteilgröße beträgt 150 mm x 150 mm x 150 mm.

Die Vorlage liefert eine CAD-Datei (im STL-Format) des herzustellenden Bauteils, welche in Scheiben (Slices) mit entsprechender Schichtdicke zerlegt wird.

Die Vorteile des Verfahrens liegen in der breiten Materialverfügbarkeit, neben einer Vielzahl an keramischen Feedstocks können auch metallische oder Polymerfeedstocks verarbeitet werden. DesWeiteren ist das Verfahren durch Unterstützung verschiedener Düsendurchmesser flexibel an die Anforderungen und gewünschte Qualität anpassbar. Daher ist das Verfahren neben der Prototypenentwicklung und Einzelfertigung auch sehr gut für Kleinserienproduktionen geeignet.

Das durch diesen Prozess entstandene Bauteil wird nach der Fertigung von der Bauplattform entnommen und anschließend entbindert und gebrannt, so dass es seine endgültigen Eigenschaften erhält.




Vorteile

Hohe Baugeschwindigkeiten möglich (bis zu ca. 300cm3/h) Hohe Festigkeit Geringe Porosität Nutzung kommerzieller Spritzguss-Feedstocks möglich

Nachteile

Je nach Baugeometrie sind Stützen bei Überhängen notwendig Geringe bis mittlere Auflösung (je nach verwendeter Düse) Die Oberfläche hat deutlich sichtbare Einkerbungen zwischen den Schichten