Der Prozess „Heißgießen“ wird bei uns als zweistufige Formgebung mit Hilfe von Technologien der additiven Fertigung durchgeführt.

Auf Basis der eigentlichen CAD-Datei wird zunächst eine mehrteilige Gießform konstruiert. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem effektiven Abgießvorgang, sowie einer möglichst einfachen und schonenden Entformung.

In der ersten Stufe wird die Form mit flexiblen Materialien (silikonähnlich) im Stereolithographie Verfahren hergestellt. Das Resultat ist eine hochqualitative elastische Form.

Anschließend folgt die zweite Stufe, der Guss. Eine Wachs-Keramik-Mischung wird auf 60-90°C erhitzt und in die vorgeheizte Form gegossen. Da der Prozess unter Vakuum stattfindet werden Lufteinschlüsse vermieden.

Das durch diesen Prozess entstandene Bauteil wird nachdem es vollständig erstarrt ist von der Form getrennt und anschließend entbindert und gebrannt, so dass es seine endgültigen Eigenschaften erhält.

Der große Vorteil des Verfahrens ist die hohe Qualität der gegossenen Bauteile. Die Oberfläche der Form wird nahezu perfekt abgebildet mit einer Rauigkeit von Ra < 2 pm.





Vorteile

Sehr gute Oberflächenqualität (Ra < 2pm) Besonders geeignet für Kleinserien, da die Form mehrfach verwendet werden kann Vielzahl von keramischen Werkstoffen verarbeitbar

Nachteile

Je nach Baugeometrie kann die Formkonstruktion und die Entformung aufwändig werden Etwas längere Herstellungsdauer als bei anderen AM Prozessen aufgrund der zwei Stufen